Für den Frauennotruf Mainz im Rathaus in Mainz
In den 1970er Jahren war sexualisierte Gewalt noch ein Tabu-Thema. Dass das heute anders ist, verdanken wir dem Mut der vielen Frauen und Mädchen, die hartnäckig immer wieder erzählt haben und erzählen, was ihnen angetan wurde und wird. Sie müssen Schamgrenzen überwinden, gegen Ungläubigkeit ankämpfen und mit Vorverurteilungen leben. Trotzdem reden sie über Taten, Täter und die Folgen für ihr eigenes Leben, und das ist gut so. Nur weil sie so mutig sind, gibt es heute Gesetze, Präventionsprogramme und Beratungsstellen. Die Medien spielen bei diesem Prozess eine wichtige Rolle - sorgen aber auch für viel Unmut. Warum müssen immer wieder und wieder Betroffene ihre Geschichten erzählen? Warum erfahren die sogenannten "Fremdtäter" immer noch mehr Aufmerksamkeit als die viel typischeren Täter aus dem Nahbereich der Mädchen und Frauen? Und welche Auswirkungen hat eine solche Berichterstattung? Claudia Fischer ist freie Journalistin und Medienpädagogin und gibt Antworten auf diese drängenden Fragen.
Beim 16. Deutschen Präventionstag in Oldenburg
Der Volksmund sagt: "Medien benutzen möglichst knallige Schlagzeilen und Tränen, um ihre Auflagen oder Einschaltquoten zu erhöhen." Das geflügelte Wort dafür ist "Witwen schütteln", wenn Reporter in den Gefühlen Betroffener wühlen gehen. Aber geht es wirklich nur um die Quoten? Kann es nicht sein, dass auch Reporter hilflos sind vor dem Leid und der Gewalt, über die sie berichten müssen? Wie hält man die journalistisch notwendige Distanz gegenüber diesem Thema, das jeden Menschen eigentlich im Innersten berührt? Wie kann eine andere, den Opfern gegenüber wertschätzende Berichterstattung ohne Vorverurteilung der mutmaßlichen Täter aussehen? Und wie können Medien, Ermittler und Opferschutzbeauftragte zusammen arbeiten, um die Öffentlichkeit sinnvoll zu informieren? Denn nur, weil z.B. über sexuelle oder häusliche Gewalt öffentlich gesprochen wurde, gibt es inzwischen Gesetze dagegen.
im "Arbeitskreis Rituelle Gewalt" in Witten. Geschlossene Veranstaltung.
Im Rahmen der Fachtagung in Trier: "Psychotraumatologie: Sexueller Missbrauch, Gewalt in engen sozialen Beziehungen, sadistische Gewalt - Erkennen, Handeln, Konsequenzen". Weitere Informationen folgen.
im Niedersächsischen Landtag in Hannover zur Ausstellungseröffnung "Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen". Die Ausstellung wurde konzipiert vom Verbund der niedersächsischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen gegen Gewalt.
Für das
Dartcenter beim
DJV-Journalistentag im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.
Podiumsteilnehmer/innen:
Frank Nipkau, Redaktionsleiter Winnender Zeitung
Prof. Dr. Heiko Christians, Autor »Amok. Geschichte einer Ausbreitung«
Wolfgang Wiebold, Macher von Wiebold TV
Dr. Jens Hoffmann, »Amok-Forscher«, TU Darmstadt
Gisela Mayer, Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Claudia Fischer, Dart Center Deutschland
Prof. Dr. Joachim Kersten, Deutsche Hochschule der Polizei
Interne Veranstaltung im WDR-Studio Siegen
Bielefeld, Jahrestagung der Therapeutenvereinigung DEGPT
(Referentin des
Dartcenters zum Thema "Journalismus und Trauma")
"Ein Körper mit System"
VeranstalterInnen: Wildwasser Magdeburg.
Nicht nur in Kriegs- und Krisengebieten, sondern auch "direkt nebenan" kommen Journalistinnen und Journalisten häufig in die Gefahr, unerwartet einer traumatischen Situation gegenüber zu stehen: Unfälle, Gewalttaten, Naturkatastrophen gehören zum täglichen Geschäft aktueller journalistischer Arbeit. Wie nah der Schrecken im Alltag kommen kann und was wir tun mit den Bildern, die uns auch nach der Sendung nicht loslassen, beschreibt dieser Vortrag anhand von Fallbeispielen. Außerdem berichte ich von meinen Erfahrungen in Interviews mit schwer traumatisierten Opfern.
RFID in deutschen Reisepässen seit November 2005, in
Fußball-WM-Tickets im Juni 2006, und noch immer ist die Technik nicht sicher. Nach wie vor
geht die RFID-befürwortende Wirtschaft über Absichtserklärugnen und "freiwillige
Selbstverpflichtungen" nicht hinaus. Und Gesetze zum Schutz der Privatsphäre sind nicht in
Sicht.
VeranstalterInnen: Wildwasser Marburg e.V. und das Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg, Christa Winter
Die Schilderungen klingen wie aus einer anderen Welt: Satanistische Rituale, Geheimbünde, Folter und Vergewaltigungen, schwarze Messen mit unvorstellbarer Gewalt bis zu Kindstötungen. Immer wieder melden sich Opfer, überwiegend Frauen, bei Beratungsstellen, Behörden und Medienvertretern, und berichten von satanischen Sekten mitten in Deutschland. Auch in Marburg beraten wir bei Wildwasser Marburg e.V. immer wieder schwer traumatisierte Betroffene. Nur selten wird ihren Berichten in der Öffentlichkeit Glauben geschenkt. Zu unvorstellbar sind die Ausmaße der Gewalt. Auch Ermittlungsbehörden tun sich schwer, die Fakten aufzudecken. Die Täter scheinen nicht überführbar zu sein.
Claudia Fischer ist Journalistin und hat mehrere Jahre lang intensiv versucht, die Wahrheit hinter diesen Schilderungen zu recherchieren. In Vortrag und Gespräch wird sich diese Veranstaltung den Hintergründen und Fragen ritueller Gewalt annähern.
Im Bauamt der Stadt Marburg, Sitzungssaal.
Der Vortrag für
ZONTA Bielefeld
(geschlossene Veranstaltung!)orientiert sich an dem Angebot "Selbstverteidigung für Fernseher"
(siehe "Themen", Rubrik "Medienkompetenz"), legt aber einen
Schwerpunkt auf weibliche Aspekte vor und hinter der Kamera.
bei der ZFP (Zentrale Fortbildung der Programm-Mitarbeiter von ARD und ZDF) in Hannover.
Die Berichterstattung über traumatische Situationen ist journalistisches Alltagsgeschäft. Doch nicht nur in Kriegs- und Krisengebieten besteht die Gefahr, dass die Reporter und Teams selbst seelische Verletzungen davon tragen; sondern auch die Konfrontation mit schwer traumatisierten Menschen und emotional belastenden Themen, wie z.B. Kinderpronographie, kann bei denen, die berichten, dazu führen, dass Reporter, Kameraleute und Cutter anschließend von den Eindrücken verfolgt werden.
Unabhängig davon kann der falsche Umgang von Reportern mit traumatisierten Menschen und eine spezielle Art der Interviews bei den Interviewten wieder scheinbar verarbeitete Erlebnisse reaktivieren und sie so retraumatisieren.
Die BBC in Großbritannien hat inzwischen ein Training über Trauma und seine Folgen in ihre Manager- und Redakteursausbildung übernommen. Einen Anstoß zur Auseinandersetzung mit den Aspekten der psychischen Sicherheit will diese eintägige Konferenz bieten.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem
"Dart Centre for Journalism and Trauma"
und dem
WDR statt.
in der
Volkshochschule Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford.
Sexuelle Gewalt ist längst kein Tabu-Thema mehr. Kaum ein Tag vergeht ohne Berichte über Vergewaltigungen, Prozesse, Therapien oder verschwundene Kinder, meist Mädchen. Gut für die gesellschaftliche Diskussion - oft schlecht für die, die sich vor der Kamera geoutet haben. Auf minderjährige Opfer wird meist noch Rücksicht genommen. Dennoch kennen Beratungsstellen und Gerichte die drängenden Frage von Redaktionen: "Können Sie uns denn eine Betroffene vermitteln? Ohne das können wir die Geschichte nicht vermitteln." ExpertInnen kennen den Begriff der "Victimisierung" von Frauen vor Kameras und Mikrofonen. Geht es wirklich nicht anders?
Claudia Fischer, Journalistin aus Bielefeld, arbeitet seit Jahren mit Opfern sexueller Übergriffe. In ihrem Film "Ein Körper mit System" erzählt eine multiple Frau, wie sie extremste Gewalt in ihrer Kindheit überlebt hat und ihr Leben jetzt selbstbestimmt führen kann. Therapeutinnen und Betroffene loben den respektvollen Umgang des Filmes mit "Nicki", in deren Körper als Folge des Traumas mehrere Männer, Frauen und Kinder leben.
In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Herford, femina vita, Mädchenhaus
Herford e.V., Medusana gGmbH, Stiftung für Gesundheitsförderung
Mehr zum Film
"Ein Körper mit System"
und anschließende Diskussion an der Universität Paderborn, Hörsaal 1, mit Nicki und der Bärenbande und Claudia Fischer.
Mehr zum Film
"Ein Körper mit System"
VeranstalterInnen: Frauenprojektbereich Universität Paderborn
im Bunker Ulmenwall, Bielefeld für den
FoeBuD e.V. in der Reihe "Public Domain". "Wer nicht hinterfragt bleibt dumm." Wer regelmäßig
vor der Flimmerkiste einschläft, dem entgeht vieles. Man muss schon wach bleiben und auch auf das achten, was man
*nicht* sieht. Nur so lassen sich Bild und Fernsehbotschaften entschlüsseln. Wie Bilder wirken, wie Journalistinnen
und Journalisten auswählen und wann Interviews "kippen" zeigt dieser Vortrag samt Selbstversuch.
Ankündigung
im Bunker Ulmenwall, Bielefeld für den
FoeBuD e.V. in der Reihe "Public Domain". “Das Spielbrett ist nicht das Spiel.
Das Spiel entsteht im Kopf.”
Spiele machen Spaß. Und wir lernen eine Menge dabei. Ärgern -- aber richtig, die rechte und linke Gehirnhälfte benutzen,
verhandeln, verlieren, kooperieren, kombinieren, konkurrieren, Regeln beachten und schummeln. Und was es da alles gibt:
Wissenspiele, Gehirntraining, Lernspiele, mathematisch/logische und intuitiv/kreative Spiele.
Ankündigung