Beschreibung der Arbeitsbereiche Diplom Pädagogin Coaching Journalistin


Schwerpunkt-Themen / Beispiele:


Bei aller Vielfalt als Regional-Journalistin habe ich mich immer wieder langfristiger und tiefer mit bestimmten Themen beschäftigt. Eine Auswahl finden Sie auf dieser Seite.

pädagogisch - journalistisch - allgemein


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Seminare und Workshops - Vorträge - Moderationen - Veröffentlichungen


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2007-2010: Schottland

Zweieinhalb Jahre lang bin ich zwischen Edinburgh und Bielefeld gependelt und habe als Freie Auslandskorrespondentin in Schottland gearbeitet. Ich war mit "echten Ghosthuntern" (Geisterjägern) eine Nacht lang in einem Schloßhotel unterwegs, habe über die Edinburgh-Festivals berichtet und wissenschaftliche Arbeiten der Universität Edinburgh vorgestellt. Und wenn mich heute nochmal eine Redaktion bitten würde, von dort zu berichten, wäre mein Koffer schnell gepackt.



1999-2007: Arbeitsmarktpolitik

Angefangen hat alles mit einem Radiofeature über die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Zusammen mit Cornelia Böcker bin ich zwei Jahre lang der Frage nachgegangen, warum alle Reformen und Neuregelungen in den Arbeitsämtern keine sichtbaren Erfolge für die Arbeitslosen bringen, sondern maximal Kosmetik in den Statistiken. 2005 kam "Hartz IV" mit den Ein-Euro-Jobs, und meine Kollegin Silvia Bose und ich konnten uns einfach nicht vorstellen, dass Tausende Ein-Euro-Jobber in Ostwestfalen-Lippe "arbeitsmarktneutral" sein sollten, wie es damals hieß, also keine Konkurrenz zu festen Stellen in der freien Wirtschaft sein sollten. Dafür haben wir 2007 einen Journalisten-Preis bekommen (siehe Preise).



Seit 2005: Journalismus und Trauma / Sexualisierte Gewalt

Meistens läuft es doch so: "Kannst Du kurzfristig für uns tätig werden? Da brennt ein Haus in der Sowiesostrasse, das Kamerateam ist schon unterwegs dorthin." Klar habe ich Zeit - aber bin ich von jetzt auf gleich vorbereitet auf das, was mich dort erwartet? Auf Flammen und einstürzende Gebäude, auf Verletzte und Tote, auf Angehörige und Nachbarn, die unter Schock stehen und die ich unter Umständen interviewen muss?

In der Journalisten-Ausbildung in Deutschland ist Trauma, der Umgang mit den eigenen Bildern oder mit traumatisierten Interviewpartner/innen quasi kein Thema. Die bitteren Erfahrungen macht man meist erst im Einsatz - und merkt oft gar nicht, auf welchem Glatteis man sich bewegt. Das kommt erst später, wenn die Bilder einen nicht loslassen oder wenn man erfährt, dass ein Interviewpartner nach dem Gespräch zusammengebrochen ist und sich nicht wieder erholt.

Ich hatte die Chance, beim [Externer Link] Dartcenter in London an mehreren Seminaren teilzunehmen. [Externer Link] Mein Bericht dazu kann im Internet nachgelesen werden. Seitdem habe ich für verschiedene Veranstalter auch Vorträge zu diesem Thema gehalten oder als Expertin an Podiumsdiskussionen teilgenommen.

Mein besonderer Augenmerk liegt darauf, was wir Journalisten - meist aus Unwissenheit - in Interviews mit traumatisierten Menschen anrichten können (Stichwort: Retraumatisierung). Trotzdem darf man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Wenn Journalistinen über Schrecken und Gewalt nicht immer wieder mit Hilfe der Opfer berichtet hätten, dann wäre sexueller Mißbrauch auch heute noch ein Tabu und die Täter hätten freie Bahn. Auch zur Berichterstattung über sexualisierte Gewalt halte ich Vorträge. [Externer Link] Vortrags-Beispiel im Internet (Der vollständige Vortrag kann ganz unten auf der Seite als PDF herunter geladen werden.)




2000-2002: Sicherheit für Kind und Hund

Kind und HundNach einem schlimmen Beiß-Unfall in Hamburg im Sommer 2000 sind überall in Deutschland Hundeverordnungen erlassen worden, die Hunde nach Rassen in Gefährlichkeitsstufen eingeteilt haben. Hundebesitzer und Hunde wurden in ihrer Freiheit deutlich eingeschränkt (fast flächendeckender Leinenzwang in den meisten Großstädten), ohne dass Eltern und Kinder irgendeine Hilfestellung zu Verhaltensänderungen bekamen. Außerdem: Was sollten Familien mit Kindern tun, die bereits einen Hund als Familienmitglied halten? Das hat Bettina Schönfelder und mich dazu motiviert, ein Buch zu schreiben: [Externer Link] www.wenn-kind-und-hund.de

Der Logik "Wenn wir die Hunde an die Kette legen, sind die Kinder sicher" widersprechen unzählige wissenschaftliche, biologische, pädagogische, soziologische und psychologische Studien. Kinder brauchen Haustiere. Haustiere, gerade Hunde, helfen Kindern beim Entwickeln von Selbstbewußtsein und Sprechvermögen (!), sind beste Freunde, Tröster, aber auch Aufgabe und Verantwortung.

In unserem Buch steht die Sicherheit für Kind und Hund mit Blick auf den Unfall in Hamburg ganz oben. Sicherheit heißt hier aber nicht "fernhalten" und "abgrenzen", sondern Klarheit der Regeln und Bewußtsein für Verhalten, Psychologie und Entwicklungsphasen von Kind und Hund. Jedes Kapitel unseres Buches orientiert sich an der Struktur "Sehen - Verstehen - Handeln". Mit eindeutigen Überschriften wird es der Aufgabenstellung "Handbuch und Ratgeber" weitestgehend gerecht.

Das Buch ist inzwischen vergriffen und wir sind auch nicht mehr auf der Höhe der Diskussion. Für Spezialfragen oder Seminare mit Kindern und Hunden empfehlen wir [Externer Link] die Hundeschule "aHa - Die andere Hundeausbildung" für den Bereich Bielefeld-Vlotho.



1992 - 2002: FrauenRadio

Mit dem Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen kamen auch viele Frauengruppen auf die Idee, Radio von Frauen für Frauen zu machen. Dabei gab es durchaus spezifische Fragestellungen: Frauen gehen anders an Technik heran als Männer, haben einen anderen inhaltlichen Anspruch an ihre Beiträge, spielen längst nicht jeden Musiktitel und achten auf ihre Sprache. Groß war auch der Wunsch nach Vernetzung und Austausch. So habe ich einige Jahre im Verein "Forum FrauenRadio NRW e.V." im Vorstand gearbeitet (der Verein ist inzwischen aufgelöst) und Seminare auch außerhalb von NRW gegeben, z.B. in Hannover und Florenz/Italien. International ist FrauenRadio nämlich häufig noch ein viel wichtigerer Faktor als in Deutschland. So sind Frauenradios in Lateinamerika teilweise die einzige frauenspezifische Informationsquelle für Frauen auf dem Land, die häufig nicht lesen können.



Seit 2001: Multiple Persönlichkeiten / Ritualisierte Gewalt

Multiple Persönlichkeiten (MPS) bzw. Dissoziative Identitäten (DIS) sind eine Reaktion der Psyche auf Todesangst und sadistische Gewalt. Dazu ist unter anderem mein Film "Ein Körper mit System" als Kauffilm zu bestellen unter [Externer Link] www.nickis-filme.de. Einige [Externer Link] Rezensionen sind auch schon da. Außerdem haben wir inzwischen eine Seite mit [Externer Link] Tipps und Tricks für Vorführungen von "Ein Körper mit System" zusammen gestellt.

Häufig erzählen die Opfer extremer sadistischer Gewalt davon, in pseudoreligiösen Gruppen aufgewachsen zu sein. Satanismus oder extreme Frömmigkeit, Esoterik oder heidnische Rituale - keine Richtung scheint dabei ausgenommen. 2001 habe ich das erste Mal dazu recherchiert, seit 2010 / 2011 bin ich Mitglied in den Arbeitskreisen "Rituelle Gewalt" in Witten und beim Erzbistum Münster.




1999: Zukunftstechnologien

Ja, wir warten bis heute auf den intelligenten Kühlschrank, der weiß, was wir eingekauft haben und was fehlt und unsere Einkaufsliste direkt an den Supermarkt mailt. Nach wie vor gibt es nur Prototypen davon. Zusammen mit meiner Kollegin Cornelia Böcker habe ich mir von Zukunftsforschern und Entwicklern zeigen lassen, was sie an Plänen in der Schublade haben. Zum Beispiel die Blusen-Knöpfe, die die Stimmung ihres Trägers zeigen ("Oh, geht es Dir nicht gut? Deine Knöpfe sind lila..."), oder die Lautsprecher in der Tapete für den wirklichen Surround-Sound im Wohnzimmer. All das war 1999 angeblich kurz vor der Markteinführung - auf das meiste davon warten wir bis heute. Muss wohl die Euphorie kurz vor dem Millennium gewesen sein...



1993-1999: Gesellschaftsspiele

Zusammen mit meinem Kollegen Stefan Ducksch habe ich Rezensionen, Kritiken und Empfehlungen über den aktuellen Spiele-Markt veröffentlicht, u.a. für Tageszeitungen, verschiedene Radiosender (WDR, HR u.a.) und das WDR Fernsehen. Heute spiele ich noch (bzw. wieder) leidenschaftlich und aus reinem Spaß. Nach meinem Ausstieg aus der Kooperation mit Stefan Ducksch haben wir weiterhin bis 2006 jedes Jahr kurz vor Weihnachten Spiele-Empfehlungen für die Fernseh-Sendung [Externer Link] "WDR Lokalzeit OWL aktuell" erstellt.

Besonders viel Spaß gemacht hat mir mein Vortrag [Externer Link] "Spiele für den Geist" in Bielefeld.

Da es immer noch zu wenige aktive oder öffentliche Frauen in der "Spiele-Szene" gibt, empfehle ich außerdem die Homepage von [Externer Link] Andrea Meyer



1993-1999: Hochschul-Radios

Wissenschaftsjournalismus in Hochschul-Radios war das Thema meiner Diplomarbeit. Im Anschluss an mein Studium habe ich dazu 1996 ein Buch herausgegeben, das leider im Handel nicht mehr zu bekommen ist. Es steht aber in den meisten Uni-Bibliotheken. Und ich habe noch ein paar Rest-Exemplare sichern können, falls jemand Interesse hat. Meine Diplomarbeit verschicke ich auf Anfrage gerne als Datei.



Seit 1988: Medienkompetenz und journalistische Arbeitstechniken

In meiner medienpädagogischen Arbeit habe ich mich auf die journalistischen Formen in Radio und Fernsehen konzentriert. Von 1988 bis 2006 habe ich überwiegend Radiogruppen aufgebaut und unterstützt, die für den Bürgerfunk in NRW produziert haben. Dabei war es mir wichtig, die TeilnehmerInnen zu motivieren, sich ungewöhnliches Radio zu trauen: O-Ton-Collagen, Live-Reportagen, Features, Hörspiele. Sehr viel Spass gemacht haben allen die Seminare "Hinter 1000 Beiträgen eine Welt": Alle bekommen die gleichen Startvoraussetzungen und das gleiche Thema und nach der Produktion stellt sich heraus, wie unterschiedlich die einzelnen Produkte geworden sind. Kreativität kickt, oder, wie ein Freund neulich sagte: "Geist ist geil!"

Ab 2003 ist es mir ein Anliegen, neben der eigentlichen Beitragsproduktion verstärkt auch Hintergründe transparent zu machen. So zum Beispiel "Wie manipulieren die Medien?", oder speziell aufs Fernsehen bezogen in meinem Vortrag [Externer Link] "Selbstverteidigung für Fernseher". In dieser "Sehschule" mit vielen Beispielen und Selbstversuch geht es darum, Fernsehbilder zu "entschlüsseln": Wie sehe ich, was ich nicht sehe? Wann "kippt" ein Interview? Und was ist, wenn ich selbst ins Fernsehen komme?